© Gemeinde Bispingen

Spökenkieker

Ausstellungs- und Informationshaus

Blick auf den Spökenkieker
© Gemeinde Bispingen

Der plattdeutsche Begriff „Spökenkieker“ kann dabei in etwa mit „Spuk-Gucker“ oder „Geister-Seher“ übersetzt werden. Spökenkiekern wird die Fähigkeit nachgesagt, in die Zukunft blicken zu können.

In der Töpinger Straße 2 befindet sich seit März 2020 vis-à-vis der St.- Antonius Kirche mitten im Ortskern von Bispingen der Spökenkieker. Neben einer Dauerausstellung über die Gemeinde Bispingen bietet der Spökenkieker auch Raum für wechselnde kulturelle Veranstaltungen und ist Treffpunkt und Ort der Information. Gefördert wurde der Bau des Gebäudes aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“(GAK).

Sie sind Künstler oder Künstelerin und möchten gerne eine Ausstellung im Spökenkieker veranstalten? Sprechen Sie uns gerne an.

Öffnungszeiten

Datum Montag bis Sonntag
01. Mai bis 31. Oktober 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr
01. November bis 30. April 10:00 Uhr bis 16:00 Uhr

Dauerausstellung

Menschen und Geschichten...

Bispingen kann auf eine jahrhundertealte Geschichte zurückblicken. Die „ole Kerk“ (alte Kirche) stammt aus dem 14. Jahrhundert. Die hier lebenden Menschen prägten ihre Umgebung: Die Lüneburger Heide ist eine Kulturlandschaft – von Menschen geformt. Modernisierungen im 19. Jahrhundert brachten die charakteristische Heidewirtschaft an ein Limit. Von den ausgelaugten Böden konnten die Bewohnerinnen und Bewohner der Heide sich nicht mehr ernähren. Viele wanderten nach Amerika aus. Einsam, verlassen und von herber Schönheit, wurde die Heide zum Sehnsuchtsziel von Romantikern und Rückzugsort von Stadtflüchtigen. Hier beginnt die Geschichte des Tourismus in der Heide.

Die Dauerausstellung stellt einige der Menschen, die in Bispingen lebten oder als Gäste kamen, vor. Ihre Geschichten zeigen die Vielfalt der Region und berichten von stetem Wandel. Gehen Sie mit uns auf Spurensuche!

Förderung

Mit dieser Maßnahme wird die Zusammenarbeit und die Initiierung, Organisation und Umsetzung von Projekten zur nachhaltigen Entwicklung in ländlichen Gebieten („LEADER-Region“) unterstützt.
© LEADER

Die Ausstellung wurde gefördert aus LEADER-Mitteln der Europäischen Union. Weitere Informationen

Ausstellungsarchiv

Rudolf Wieneke - Von Weltkarten und anderen Ansichten

Sonderausstellung vom 5.- 8. Juni und vom 12.-14. Juni

Verlängerung der Ausstellung
© Heimat- und Kulturverein Bispingen

Der Kunstmaler Rudolf Wieneke wird  am 11.04.1890 in Lenthe bei Hannover als Sohn des Pastors Ernst Wieneke geboren. Nach dem Abitur absolviert er ein Kunststudium an den Kunstakademien in München und in Kassel. Von 1929 bis zu seinem Tod am 22.11.1955 lebt Wieneke mit seiner Frau Charlotte in Bispingen.

Wieneke leidet an einer schweren Erkrankung, die er sich bereits als junger Soldat im ersten Weltkrieg zugezogen hat. Diese führt ihn nach seinem gesundheitsbedingten Ausscheiden aus dem Lehramtsdienst als Kunstlehrer in Peine, in die Ruhe des in die reizvolle Lage der Lüneburger Heide eingebetteten Ortes Bispingen. Hier findet  er auch die meisten seiner Motive.

Trotz seiner gesundheitlichen Einschränkung gestaltet Wieneke sein Leben voller Energie, Schaffenskraft und großem künstlerischem Talent. Bereits zu Lebzeiten erwirbt er sich einen ausgezeichneten Ruf, unter anderem als Portrait- und Landschaftsmaler und als Kopist alter Stiche. Wieneke fertigt Radierungen, Kupferstiche und Gerbdrucke, arbeitet aber auch mit Ölfarbe, Ölkreide, Pastell- und Aquarellfarben und Kohle.

Kunstvoll und Detailgenau zeigt er in seinen Werken Lebensräume und Alltagssituationen der Menschen in Bispingen, sowie Portraits und Landschaftsbilder der vielfältigen Wald- und Heidelandschaft der Lüneburger Heide. Hierfür findet er seine Motive vornehmlich im Naturschutzgebiet, in der Raubkammer, in den Luhfuhren und in Steinkenhöfen.

Die Ausstellung der Werke Wienekes lässt das Bild einer Zeit wieder lebendig werden, die in langer Tradition gewachsen, heute jedoch oft einer Schnelllebigkeit und Uninformiertheit gewichen ist, die unbedacht Spuren unserer regionalen Geschichte verwischt. Sie kann nur einen kleinen Teil der umfassenden Werke Wienekes zeigen. Die Bilder sollen den Zuschauer begeistern. Sie können aber auch anregen, im Gespräch über die Bilder, Personen und Orte wieder lebendig werden zu lassen.

Das wohl bekannteste und  bedeutendste Werk Wienekes ist die detailgetreue Rekonstruktion der berühmten mittelalterlichen Ebstorfer Weltkarte, die, 1830 im Kloster Ebstorf entdeckt, im Kriegsjahr 1943 verbrannte und die er nach erhaltenen Vorlagen, in einem von seinem Bruder Hans entwickelten Gerbdruck-Verfahren, auf Ziegenlederpergament druckt und von Hand koloriert. Mit einem Durchmesser von etwa 3,6 Metern und einer Fläche von etwa 13 Quadratmetern, auf 30 Ziegenhäuten gemalt, handelt es sich bei der im 13. Jahrhundert entstandenen „Schönen Ebstorferin“ um die größte und inhaltsreichste Weltkarte des Mittelalters.

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